Die Kalmitstraße

Lesung aus dem Beitrag Die Kalmitstraße von Franz Allmaras.

Ab hier der eingesprochene Text: DER RHEINPFÄLZER. - 41 (1931), Nr. 241 v. 16.10.1931, Nr. 244 v. 20.10.1931, Nr. 245 v. 21.10.1931, Nr. 246 v. 22.10.1931. [Nr. 241 v. 16.10.1931, Seite 4] Die Kalmitstraße. Ein Sozial- und Wirtschaftsproblem. Von Geheimrat Allmaras, Berlin. Mächtig und doch im Zauber der lieblichen und belebenden Eigenart der deut-schen Mittelgebirge liegt der Kalmit am Rande des Ostabfalles des Haardtge-birges. Von seinem Gipfel ein umfassender Rundblick, einzig in seiner Art, in seiner Weite und Pracht, ist der Kalmit wohl einer der lohnendesten und prächtigsten Höhen -und Aussichtspunkte der deutschen Mittelgebirge. Viel bin ich in den Bergen gewandert in Europa, Afrika und Südamerika und auf vielen Bergeshöhen gestanden, aber immer wieder, wenn ich auf dem Kalmit stehe, will es mir erscheinen, daß hier Natur- und Menschenkräfte zusammengewirkt haben, ein Landschaftsbild zu schaffen, wie es wenig übertroffen werden kann. Soweit der Blick nach Süden, Westen und Norden geht, breiten sich die brei-ten, üppig grünen Waldungen der Haardtgebirgszüge aus, im Norden begrenzt durch das breite Massiv des Donnersbergs, im Westen scheinbar ohne Grenzen und im Süden durch die Kegelberge der Vogesen. Ganz anders das Bild nach Os-ten zu; hier sind es die weiten Anbauflächen der Rheinebene, durchzogen von dem Silberstreifen des Rheins und im Osten begrenzt von den Bergketten des Odenwaldes, des Neckarberglandes und des Schwarzwaldes; an den Hängen längs der Haardtberge die grünen Streifen der Weinberge, die weite Ebene mehr das Bild eines großen Gartens, als das übliche der Ackerlandgegend. Sage und Ge-schichte knüpfen sich an die in Sicht liegenden Berge wie Donnersberg, Orens-felsen, Drachenfels, an die Kaiserburg Trifels, an die Reichsstadt Speyer, sowie an Worms, die alte Stadt der Burgunder, und an die Ruinen des Schlosses Heidelberg, um nur die wichtigeren zu nennen. Und doch wer kennt die Pfalz und ihren Höhenberg, den Kalmit, außerhalb der engen Pfälzergrenzen? Dieses sonnige Land, wie es oft benannt wird, das alle natürlichen Vorbedingungen für den Fremdenverkehr hat, das warme, sonnige Klima, Wälder, Gemüse, Obst, Weintrauben, den Wein, liegt fern von Fremdenstrom, fast unbekannt, nament-lich den norddeutschen Touristen, die in der Urlaubszeit das alles suchen, was hier in reicherem Maße geboten wird und geboten werden kann. Dieses Tat-sache besteht. Warum das so ist, hat seine mannigfachen Gründe, auf die ich noch zurückkommen werde. Es ist jedenfalls in der Pfalz bisher noch nicht genug geschehen, was die Fremden heranziehen könnte. Vor allem fehlt es an geeigneten Verkehrswegen, an Höhenstraßen und geeigne-ten Verkehrseinrichtungen, wie sie in überreichem Maße in Oberbayern, im Schwarzwald, im Taunus, im Harz, im Riesengebirge usw. geschaffen sind. Was hier zu tun ist, können nicht einzelne Personen, nicht einzelne Gemeinden leisten, das wäre Sache der Gesamtheit der Pfälzer, an ihrer Spitze der Re-gierung in Speyer. Wenn aber die Gemeinde Maikammer, zunächst veranlaßt durch Gründe der sozialen Fürsorge, den Ausbau der Kalmitstraße als Autostraße sachgemäß durchführt, so kann sie sich vorerst zu Gute schreiben, daß sie das Interesse für dieses wichtigen Fragen geweckt hat. Man spricht davon, es er-scheinen Artikel in den Zeitungen man vergleicht auch mit anderen Ländern, und man denkt darüber nach. Der Bau der Kalmitstraße kann so gewissermaßen die erste Etappe in der Reihe der Maßnahmen sein, die getroffen werden müs-sen, um der Rheinpfalz neue Einnahmequellen durch den Fremdenverkehr zu brin-gen. Was die Gemeindeverwaltung Maikammer mit ihren schwachen finanziellen Hilfsmitteln dazu beitragen konnte und beitragen kann, hat sie bisher gezeigt und verwirklicht. Wollen wir hoffen, daß es weiter geht und daß es ihr mög-lich gemacht wird, das Werk zu vollenden, vor allem, daß sie von den zustän-digen Stellen und Verbänden unterstützt wird, daß sie, wie sie das bisher mustergültig getan, die Arbeitslosenunterstützung ihrer Gemeindearbeitslosen in produktive Arbeit umsetzen und diese für den Straßenbau nutzbar machen kann. Das Kalmithaus liegt auf dem der Gemeinde Maikammer gehörigen Gelände. In der Luftlinie liegt die Bergspitze von der Kirche in Maikammer 4 km ent-fernt. Neustadt und Edenkoben liegen weiter weg. Deshalb ist es richtig zu sagen, daß der Kalmit bei Maikammer liegt. Allgemein wird die Höhenlage des Kalmits mit 683 Meter, die des Donnersbergs mit 687 Meter angegeben. Darnach hätte der Donnersberg die höchste Niveauhöhe der Pfalz. Aber so gut ich weiß, liegen für diese Annahmen völlig einwandfreie Feinnivellierungsmessungen noch nicht vor. Auf der Zinne des neuerbauten Turmes des Kalmits sieht man aber unfreiwillig am höchsten in die Pfalz. Bisher hat die Gemeindeverwaltung Maikammer für die Erschließung des Kalmits sowie ihres umliegenden Waldes wenig getan. Der alte Fahrweg von Maikammer aus, ist wegen seiner Steilheit kaum befahrbar; von Hambach aus besteht zwar im Anschluss an die Pionierstraße auf das Hambacher Schloss ein gut tracier-ter Weg auf den Kalmit, doch ein sehr weiter Weg und nur als einfacher Wald-weg und genügend ausgebaut. Es liegt daher nahe, das die Gemeinde Maikammer durch Eine gute Zufahrtsstraße sich den Zugang zu dem höchsten Berge der Pfalz auf Ihrem Geschmack sichern will und gleichzeitig Ihrem Vorder- und Hinterwald eine gute Anfahrtstraße schafft. Von einer Konkurrenz zu dem Ham-bacher Weg kann nicht gesprochen werden, weil dieser erst richtig ausgebaut werden müßte. Auch wäre mit letzterem die Frage der Walderschließung für die Gemeinde Maikammer nicht gelöst. Was nun den technischen Teil der Straße anbelangt, so ist das Projekt unter Zugrundelegung der Katasterpläne im Maßstab 1: 5 000 und 1: 2 500 aufgestellt und die Linie abgesteckt und zwar möglichst kurz und ausschließlich auf Mai-kammerer Gelände gelegen. Verlorene Steigungen kommen nicht vor. Die Maximal-steigung beträgt 8 Prozent. Die Krümmungen und Kurven sind außerordentlich günstig; die Straße ist überall gut übersichtlich. Die Fahrbahnbreite beträgt 0,0 m; sie schließt sich durchgängig unmittelbar an die bergseitigen Was-serableitungsgräben an, die 0,4 m tief und mit Sohlenbreite von 0,4 m ange-legt, und, soweit sie nicht im festen Boden liegen, grob gepflastert werden. Sie wird mit einer beiderseitigen Neigung versehen und mit einer 25 cm hohen Packung aus den beim Bau gewonnenen Steinen befestigt. Auf diese Packung, die beiderseitig durch da. 20 cm breite Liniensteine gehalten wird, soll eine Basalt- oder Granitschotterdecke von ca. 6 cm Stärke aufgebracht werden. Der Fußgängersteg befindet sich im Einschnittgelände auf der Talseite und soll je nach den Geländeverhältnissen beliebig, aber mindestens 50 cm breit sein. Im ebenen Gelände sind beiderseitige Fußwege angelegt. In der Kehrwende hinter dem Steinbruchweg wird die Fahrbahnbreite 6,0 m breit und ohne Fußwege und in der auf dem Breitenberg 5,0 m gleichfalls ohne Fußwege angelegt. Die Durch-lässe sind zum größeren Teil schon gebaut, sie sind als Deckendurchlässe aus dem vorhandenen Steinmaterial angelegt und haben 40 bis 60 cm lichte Weite. Am Fuß des Kalmit beim Kastanienwäldchen, wo sich bei schweren Regengüssen die Wassermassen vom Kalmitsmassiv zusammendrängen, ist eine Steinbrücke mit 3 kreisförmigen Öffnungen von je 3 m lichte Weite geplant, die gleichfalls aus dem beim Bau anfallenden Steinmaterial in Zementmörtel hergestellt wird. Die gesamte Bauausführung ist so angelegt, und auch bisher durchgeführt, daß alle Arbeiten von den ungelernten Arbeitern ausgeführt werden können und auch werden, so , daß abgesehen von den Kosten für das Baugerät, das Handwerks-zeug, die Schmiede, die Unterkunftshütten und den Zement nur Arbeitslöhne in Anrechnung kommen. Die Straße verläuft oberhalb Alsterweiler bis nahe an den Privatwald auf dem Steinbruchweg. Von der Kreuzung dieses Weges mit der Berggasse bis zum Kalmit sind rund 440 m Höhenunterschied; die Straße wird zwischen diesen beiden Punkten nach der Planmessung rund 6,2 Klm. lang. Auf dem Steinbruchweg bis zur Waldgrenze liegen zwei kurze Strecken mit stärkeren Steigungen; die ers-tere läßt sich gut beseitigen dadurch, daß man sie beim höchsten Punkte 1,50 m bis 2,0 m abhebt und das Material beim vorliegenden Durchlaß aufschüttet. Bei der zweiten Steigung verlegt man die Linie an den talseitigen Fuße des alten Weges. Die dabei neuzubauende Strecke wird 328 m lang und erhält erst auf 55 m Länge 7 Prozent und dann 6 Prozent Steigung. Ungefähr 30 Dezimalen Weinbergland des Gemeindepachtlandes werden dafür erforderlich. Weiterhin sind auf der Steinbruchwegstrecke drei Durchlässe einzubauen. Bei der Waldgrenze trennt sich die neue Straßenlinie vom Steinbruchweg und zieht sich am äußeren Berghang entlang zur Kehrwende, die ca. 100 Meter hin-ter der Steinbruchwegkehre mit nur 2,8 Prozent Steigung und mit verbreiterter Fahrbahn von 6 m angelegt ist. Das für die Lichtkraftleitung auf dem Kalmit freizuhaltende Gelände ist möglichst benutzt. Gleich bei der Kehrwende soll mit kurzem Anschlußstück entlang der Lichtleitung der Sommerbergweg sich an-schließen. Von der Kehrwende zieht sich der neue Weg zu den Abraumhalden des Steinbruchs, wobei auf kurzer Strecke der alte Steinbruchweg mit benutzt wird, zieht sich dann vorn am Wetterkreuzberg entlang zum rückliegenden Sat-tel von da geht sie in gleichmäßiger Steigung auf dem Sommerberg zum Fuße des Kalmit beim Kastanienwäldchens, wo die Hälfte des Weges erstiegen ist, und wo auch die Brücke zu bauen ist. Vom Kastanienwäldchen steigt die Straße weiter am Breiten Berg an wendet auf der Höhe mit einer Kehrwende von 25 m Halbmes-ser, geht dann westlich zum Kalmitmassiv, zuerst an dessen Ostseite, dann an der Nordseite weiter, wendet sich zum Sattel zwischen dem großen und dem kleinen Kalmit und schließt sich dann in einer kurzen horizontalen Strecke an den Hambacher Weg an. Ursprünglich war geplant, unmittelbar vom Sattel des großen und kleinen Kalmits ohne Benutzung des Hambacher Weges emporzusteigen. Es wurde der längere Weg gewählt, weil gerade dieses obere Stück des Hamba-cher Weges landschaftlich reizend ist, auch weil vermieden werden soll, daß den Berggipfel zu viele Wege durchziehen. Auf dem Wege vom Kalmitgipfel in der Richtung zum kleinen Kalmit und beider-seits dieses Weges können Kraftwagen in größerer Zahl bequem parken. Größere Bauarbeiten sind dafür nicht erforderlich. (Fortsetzung folgt). [Nr. 241 v. 16.10.1931, Seite 4] [Nr. 244 v. 20.10.1931, Seite 4] Über die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit sowie über die Wirtschaftlichkeit des Baues einer Straße auf den Kalmit kann man verschiedener Meinung sein. Ich selbst habe die Gemeindeverwaltung dazu weder ermuntert, noch habe ich davon abgeraten. Dadurch aber, daß ich bei der Projektierung und Bauausfüh-rung mitgeholfen haben und auch weiterhin, soweit es mir möglich ist, werde, lasse ich keinen Zweifel darüber bestehen, daß ich die Maßnahmen der Gemein-deverwaltung, die Kalmitstraße zu bauen, und die Art und Weise, wie sie die Sache durchführt, für richtig halte. Sicherlich wäre die Kalmitstraße auch bei günstiger Wirtschaftskonjunktur gebaut worden; in den letzten Jahrzehnten hatte die Gemeinde dringlichere Aufgaben, wie Wasserleitungerweiterung, Kana-lisation, Neupflasterungen usw., daß aber gerade die Not der Zeit mit all ihren drückenden Begleiterscheinungen den Plan, die Straße auszubauen, ver-wirklicht, ist das eigenartige. Es klingt heterogen, aber es ist so und ist begründet; denn wie in fast allen Dörfern der Weingegend der Pfalz ist auch in der Gemeinde Maikammer der verfügbare Anbauboden für die wachsende und strebsame Bevölkerung zu klein geworden. Bis vor wenigen Jahren haben hier die Email- und Stanzwerke Ullrich ausgleichen gewirkt, sie haben die über-schüssigen Kräfte beschäftigt und somit zum Wohlstande der Gemeinde beigetra-gen. Mit ihrem Zusammenbruch verloren nicht bloß die in der Gemeinde gebürti-gen Fabrikarbeiter, sondern auch noch eine größere Anzahl von im Laufe der Jahre zugewanderten Arbeiter ihren Erwerb. Ihre Zahl beträgt mehr als Hun-dert, für eine Gemeinde wie Maikammer eine schwere Belastung. Dieses Leute ohne Arbeit zu lassen oder sie mit minderwertigen Arbeiten zu beschäftigen, nur damit sie als beschäftigt gelten, gleichgültig ob oder was sie leisten, eins wie das andere ist unwirtschaftlich und wirkt demoralisierend. Wie das große Deutschland, so hat auch das übervölkerte Maikammer die große soziale Aufgabe zu erfüllen, für die überschüssigen Kräfte Arbeit zu schaf-fen. Ohne Zweifel ist die Stärke des deutschen Volkes - ich habe das auf meinen Reisen bei anderen Völkern immer wieder bestätigt gefunden - die Arbeitslust und die Arbeitskraft aller seiner Schichten; das ist ein Aktivum von aus-schlaggebender Bedeutung, das uns bei aller Misere der gegenwärtigen Lage und dem Dunkel, in das gegenwärtig das Schicksal des deutschen Volkes gehüllt ist, den Glauben an die bessere Zukunft und an dein Wiederhochkommen erhält und stählt. Der immer wieder laut werdende Alarmruf der arbeitslosen Massen: „Wir wollen keine Unterstützung, keine Almosen, wir wollen Arbeit“ ist tiefe Wahrheit und Wirklichkeit. Das Problem der Arbeitslosenunterstützung ist in Deutschland noch nicht gelöst, das der Schaffung produktiver Arbeit noch we-niger. Wir haben eine Reichsarbeitslosenunterstützung, eine Krisenfürsorge. Wir haben dafür unzählige Ämter und Stellen; wir haben soviel, damit immer die eine den Unterstützungsbedürftigen auf die andere abschieben kann. So hatten auch die Arbeitslosen von Maikammer schon die Arbeitsfürsorge und die Krisenfürsorge passiert. Schon in dieser Zeit hat die Gemeindeverwaltung, soweit sie es konnte, für Arbeit gesorgt und Arbeiten wie die Kanalisation, Ausbau der Wasserleitung, Neupflasterung, Verbesserung der Wald- und Feldwege usw. ausführen lassen. Die Lasten der Wohlfahrtsfürsorge, die dritte Stufe der Versorungsarten hat nun die Gemeinde ausschließlich zu tragen. Damit wird ihre finanzielle Leistungsmöglichkeit aus äußerste beansprucht und sie han-delt durchaus richtig und zweckentsprechend, wenn sie von der ihre sich bie-tenden Möglichkeit, die Unterstützungslasten auf die Reichsversicherungsan-stalt abzuwälzen Gebrauch macht, dadurch daß sie den Arbeitslosen für die erforderliche Zeit von 26 Wochen reguläre Arbeit verschafft, um sie dann wie-der der allgemeinen Arbeitslosenunterstützung durch das Reich überweisen zu können. Das ist keine neue Weisheit, aber die Art und Weise wie die Gemeinde-verwaltung dieses schwierige Frage gelöst hat, wie sie es verstanden hat, gleichzeitig den sozialen Anforderungen sowie den Gemeindefinanzen Rechnung zu tragen, ist - man kann nicht anders sagen - mustergültig. Die Arbeiter werden bei vollem ortsüblichen Lohnsatze und den üblichen Versicherungsbei-trägen als Kurzarbeiter beschäftigt und es wird der sozialen Lage der Arbei-ter dadurch Rechnung getragen, daß Verheiratete mit 3 und mehr Kindern 6 Ta-ge, die übrigen Verheirateten 4 Tage und die Ledigen 4 Tage in der Woche Ar-beit bekommen. An den übrigen Tagen der Woche steht es ihnen frei zu arbei-ten,wo und wie sie wollen. Damit hat die Gemeinde keine erheblicheren Mehr-lasten, als wenn sie die Beträge der Wohlfahrtsfürsorge auszahlen würde, hat aber dafür die Vorteile der Arbeitsleistung an den Arbeitstagen. Die Arbeiter haben Arbeit, sie stellen sich finanziell besser und sie können an freien Tagen Arbeit suchen und finden sie auch vielfach. Auch die Winzer haben von Vorteil, sie finden genügend Aushilfskräfte in Zeiten, wo die Feldarbeiten sich zusammendrängen und sie können so manche Arbeiten, wie Rotungen, Neupflanzungen und dergl. ausführen, die bei Knappheit der Arbeitskräfte nicht unternommen wurden. Vor allem fällt aber der asoziale Zustand in der Gemeinde weg, daß auf der einen Seite sparsame Winzer schwer arbeiten und sagen können, sie müßten für 100 andere sorgen, die nicht arbeiten, und daß auf der anderen Seite Menschen feiern müssen, die arbeiten wollen. Und nicht zu vergessen, daß fast das aufgewandte Geld nur innerhalb der Gemeinde weiter umgesetzt wird, an Geschäftsleute, Krämer, Bäcker, Metzger u. dergl. Selbstverständlich kann eine so große Anzahl Arbeiter nicht ausschließlich mit Kleinkramarbeiten beschäftigt werden und so ergab sich eigentlich von selbst, daß neben kleineren Arbeiten auf den Feld- und Waldwegen der Ausbau der Kalmitstraße in Angriff genommen worden ist. Dabei konnten und können die Arbeiter auch zeigen, daß sie etwas leisten wollen. Allerdings ist der Stra-ßenbau eine harte Arbeit. Die Leute, denen die neue Arbeit ungewohnt war, mußten sich erste einlernen. Außer einem gelernten Schmied und zweit Stein-brechern sind nur ungelernte Arbeiter tätig. Nach meinen Beobachtungen wurde bisher durchschnittlich gut gearbeitet, die Arbeiter haben sich mit den Ar-beiten vertraut gemacht, und das Interesse wuchs, je länger die fertigen Straßenstrecken wurden. Auch glaube ich bei meinem letzten Verweilen in Mai-kammer wahrgenommen zu haben, daß der Bau der Kalmitstraße erheblich zum Frieden innerhalb der Gemeinde beigetragen hat, vielleicht weil der Winzer in dem Arbeiter nicht mehr den Faulenzer sieht, für den er sorgen muß, sondern den Mann, der bei schwerer Arbeit sein Brot verdient und weil der Arbeiter sich nicht mehr als mensch zweiter Klasse fühlt, denn er arbeitet schwer für knapp bemessenen Lohn. Allseitige Arbeit bedeutet Frieden. (Fortsetzung folgt). [Nr. 244 v. 20.10.1931, Seite 4] [Nr. 245 v. 21.10.1931, Seite 4] So haben für die Verwirklichung des Anbaues der Kalmitstraße die sozialen Auswirkungen unserer Zeit den Anstoß gegeben. Man muß aber auch den produktiven Wert der Straße in Rechnung stellen, einmal als Haupter-schließungsweg für die anliegenden Felder und Waldungen der Gemeinde, sodann als Höhenstraße für den Fremdenverkehr. Zusammen mit dem angeschlossenen He-xenweg werden vor allem gute Zufahrten zu den Weinbergslagen am Wetterkreuz-berg geschaffen. Die Holzabfuhr vom Kalmitwegmassiv, bisher nur über die Wege der anderen Gemeinden möglich, geht nunmehr über die neue Straße. Die alten Wege lassen sich leicht an die neue Straße anschließen so vom Breitenberg aus der alte Weg, der am vorderen Kalmit entlang zieht mit einer 60 Meter langen Anschlußstraße. Eine weitere 380 Meter lange Anschlußstrecke mit 5 Prozent Gefäll von der der neuen Straße zum Hinkelstein (Sattel beim Taubensuhl) ist bereits abgesteckt und nicht schwierig auszubauen. Vom Hinkelstein zum Hah-nenschritt sind rund 500 Meter Länge, ein nahezu horizontal gelegener Verbin-dungsweg besteht schon, der ohne große Kosten verbreitert und ausgebaut wer-den kann. Vom Hahnenschritt zur Hüttenhohl sind rund 80 Meter Gefälle; an Stelle des alten, schlecht befahrbaren Weges, ist im günstigen Gelände eine neue Linie mit 5 Prozent Gefäll auf 1600 Meter Länge gemessen und abgesteckt. Diese Wegstrecke liegt auf dem Gelände der Gemeinde Diedesfeld und könnte von dieser ohne große Kosten ausgebaut werden. Von der Hüttenhohl zum Totenkopf ist der bestehende Fuhrweg 1400 Meter lang, er steigt gleichmäßig mit ca. 2,5 Prozent (Höhenunterschied 35 Meter) an. Vom Totenkopf zum Forsthaus Helden-stein zieht sich nahezu horizontal ein gut ausgebauter Waldweg der 5,2 Kilo-meter lang ist. 400 Meter vor Heldenstein liegt der Kreuzungspunkt „Wiesel“. Von ihm sowie vom Totenkopf zweigen alle Waldwege ab, die den Maikammmerer Hinterwald erschließen und nach dem Neustadter- und Elmsteinertal sich hin-ziehen. Die ganze Erschließungsstraße von Maikammer bis Heldenstein hat berg-wärts die Maximalsteigung von 8 Prozent, talwärts nach Maikammer zu 5 Pro-zent; wird sie befestigt, so kann sie in beiden Richtungen mit schwer belade-nen Fuhrwerken befahren werden. Im Vergleich zu den Zufahrten durch das ST. Martiner Tal wird der neue Weg zum Totenkopf ca. 1 1/2 Kilometer länger und zum Wiesel 4 Kilometer länger hat aber die bequemeren Steigerungsverhältnis-sen(!). Das Zugvieh wird nicht mehr abgehetzt. Es sei noch angefügt, daß der Frohbaumsattel und der Sattel beim Hahnenschritt fast auf gleicher Niveauhöhe liegen. Der ganze Weg würde von oberhalb Alsterweiler bis Forsthaus Helden-stein 14 1/2 Kilometer lang werden. Zuzüglich des 0,7 Kilometer langen End-stückes der Kalmitstraße von der Abzweigung aufwärts zum Gipfel würde somit die landschaftliche prächtige und für den Verkehr namentlich für den Kraftwa-genverkehr wichtige Höhenstraße von der Ebene ab Maikammer, über den Kalmit, Hahnenschritt, Totenkopf, Heldenstein Taubensuhl, Johanniskreuz nach Kaisers-lautern fertiggestellt sein; denn hinter Heldenstein bis Kaiserslautern ist die Straße schon beschottert. Die Höhenstraße könnte ihre Fortsetzung weiter-hin über den Donnersberg nach Kreuznach finden. Erhebliche Sonderkosten könn-ten für den Ausbau der Straße nach Heldenstein nicht entstehen, wenn man Ar-beitslose beschäftig und anstatt Arbeitslosenunterstützung Arbeit schafft, ähnlich, wie es die Gemeinde Maikammer beim Bau der Kalmitstraße tut. Man begreift wirklich nicht, warum diese Höhenstraße noch nicht gebaut ist, warum nicht einmal eine Straße auf den Kalmit besteht. Allenthalben in Deutschland haben die hohen Aussichtsberge ihre Straßenverbindung, so z.B. der Kreuzberg im Rhöngebirge, der Feldberg des Taunus und der Feldberg des Schwarzwaldes; auf den Brocken des Harzes geht eine Eisenbahn usw. Überall auf diesen Straßen ein großer Verkehr, so besonders auf dem Feldberg des Taunus. Auf dem Brocken wird neuerdings ein zweites Hotel mit Riesenausmaßen gebaut. Was Straßen schaffen können, sieht man an dem Fremdenverkehr im Schwarzwald, der bekanntlich von der Längsstraße von Pforzheim bis Badenwei-ler sowie von vielen gut gebauten Querstraßen durchzogen ist. Ohne Zweifel verdankt er seinen derzeitigen großen Fremdenverkehr in erster Linie seinem ausgebauten Verkehrswegenetz; denn daß die schwerfälligen Schwaben des Schwarzwaldes von Natur aus bessere Hoteliers und Wirte sein sollen als die Pfälzer, kann man nicht behaupten und was die Naturschönheiten, die Mächtig-keit der Wälder, historischen Stätten, sowie wie die Verpflegungsmöglichkei-ten anbelangt, ist die Pfalz sicherlich überlegen. Der moderne Mensch will Sonne, staubfreie Waldluft, Spazierwege im Wald und auf den Höhen und schließlich eine gute Verpflegung mit viel Gemüse, Obst u. dgl. Wo wären die-se Möglichkeiten besser gegeben als entlang den Höhenstraßen über den Kalmit, Kaiserslautern, dem Donnersberg nach der Nordgrenze der Pfalz. Und ein gut gehender Fremdenverkehr wäre für die Pfalz sehr von Nöten. Hier wohnen auf rund 5504 qkm 931 777 Menschen, das sind 169 Menschen auf 1 qkm, wenn man aber in Rechnung zieht, daß die Pfalz prozentual den höchsten Waldbestand von allen Ländern Deutschlands nämlich 40,7 Prozent hat, so kommen auf 1 qkm wirklicher Anbaufläche 286 Menschen, das ist eine außergewöhnlich dichte Besiedlung. Nun ist es si-cherlich nicht Aufgabe einer Landgemeinde, wie Maikammer, Anlagen zu schaf-fen, die dem ganzen Lande zugute kommen. Das wäre Sache der Landesregierung, zum mindestens wäre es ihre Aufgabe, die Gemeinde beim Bau der Kalmitstraße finanziell zu unterstützten. Was ist mit Kraftvekehrsmitteln nicht in dieser Hinsicht für Oberbayern u. Schwaben geschehen? Erst kürzlich ist, um einige Beispiele zu nenne, die große Automobilstraße von Lindau bis Reichenhall an den Alpen entlang mit den modernsten Kraftvekehrsmitteln dem Verkehr überge-ben worden und der bayerische Staat mit der Stadt München zusammen haben nach Zeitungsnachrichten nahezu 10 Millionen Mark für die Finanzierung der elektrischen Bahn auf die Zugspitze aufgebracht, ein Unternehmen, das meines Erachtens sich nicht rentieren wird u. das überflüssiger Weise erbaut ist, nachdem von österreichischer Seite schon eine leistungsfähige Drahtseilbahn auf dem gleichen Berg im Betrieb gewesen ist. (Schluß folgt) [Nr. 245 v. 21.10.1931, Seite 4] [Nr. 246 v. 22.10.1931, Seite 4] (Schluß) Die Rheinpfalz hat anläßlich der Aufhebung der Besetzung einen Subventions-fonds von, soweit mir bekannt 5 Millionen Mark erhalten, ein Almosen, wenn man sich vergegenwärtigt, wie schwer die Pfalz bis 1930 unter der Besetzung der Franzosen und unter der Separatistenherrschaft gelitten hat, u. wenn man Vergleiche anstellt, was sonst geleistet worden ist, so z.B. 800 Millionen Mark an die Schwerindustrie und 60 Millionen an das Saargebiet im Jahre 1924, der Milliardenbetrag der Osthilfe usw. Daß aber nahezu die Hälfte dieser 5 Millionen Mark, wenn ich recht unterrichtet bin, der Reichsbahnverwaltung für ihre Eisenbahnbauten in der Pfalz abgegeben worden ist, ist wirklich nicht zu verstehen. Hätte die Reichsbahnverwaltung, die im übrigen Deutschland Prunk-bahnhöfe, wie in Stuttgart, Köngisberg und in den Vororten Berlins errichtet hat, die langen Strecken elektrifiziert u. damit die Anlagekosten um 200 000 Mark pro Kilometer erhöht hat usw. nicht ihre vornehmste Aufgabe darin sehen müssen, die Mittel bereits zu halten, damit sie nach Aufhebung der Besetzung die vernachlässigten Bahnstrecken der Pfalz wieder in Ordnung bringen kann, hätte sie dies nicht mit eigenen Mitteln tun müssen, um auch ihrerseits dazu beizutragen, der Pfalz zu helfen? Die Gründe warum sich die Regierung in Speyer darauf eingelassen hat, aus dem ihre verfügbaren kleinen Westfonds die Reichsbahn zu subventionieren, sind mir nicht bekannt. Hoffentlich ist es ihr nicht gegangen, wie dem früheren Gouverneur von Neu-Guinea dem 200 000 Mark von seinem Fonds abgestrichen werden mußten, weil er wie es in der Begründung hieß, in dem idyllischen Regierungssitz an der Gestaden des Stillen Ozeans nicht wußte, was er damit anfangen sollte So sind bisher für den Bau der Kal-mitstraße aus dem Westfonds keine Mittel genehmigt worden, obwohl damit aus-schließlich die Arbeitslosen beschäftigt werden sollen und obwohl die Straße im öffentlichen Interesse liegt und nach ihrer Fertigstellung dem öffentli-chen Verkehr dienen soll. Nun aber hat die Gemeinde Maikammer gezeigt, daß sie mit äußerster Sparsamkeit und verhältnismäßig niedrigen Kostenaufwand di eStraße im Rohbau mit Arbeitslosen ausbaut und auch entschlossen ist, den Bau zu Ende zu führen. Man darf deshalb erwarten, daß die Regierung wenigstens einen kleinen Zuschuß leistet, daß sie nämlich die Kosten trägt, die für die Beschaffung des Schotters entstehen und daß sie ihre Dampfwalze nebst Zugerät und Bedienung kostenlos zur Verfügung stellt. Die weitere Voraussetzung ist, daß wie bisher die Mittel der Wohlfahrtsfürsorge so weiterhin der Reichsar-beitslosenunterstützung für den Bau verfügbar werden, was nicht schwer sein dürfte, wenn die Reichsversicherungsanstalt die Regierun gu. die Gemeinde, sowie die Arbeiter den Willen haben, die Unterstützung in produktive Arbeit umzusetzen. Wenn nach den gleichen Richtlinien vorgegangen würde, dürfte es der Regierung und den beteiligten Gemeinden nicht schwer sein, auch die Verbindungssstaße Kalmit-Forsthaus Heldenstein, die rund 9 Kilometer lang sein wird, auszubau-en. Zum Schlusse noch en paar Worte zum Höhenhaus auf dem Kalmit, richtig gesagt zu dem Plan, ein solches auf dem Gipfel zu errichten. Darüber ist ja neuer-dings eine große Pressefehde entstanden, deren Sinn und Zweckmäßigkeit ich offen gestanden, nicht recht verstanden habe. Soviel scheint mir aber klar zu sein, daß dem Pfälzerwaldverein mit der 1929 einsetzenden Wirtschaftskrise auch die Möglichkeit, die für den Bau des Höhenhauses nötigen Kredite zu be-kommen, immer mehr geschwunden ist. Warum darüber streiten, was man hätte tun können oder sollen. Vielleicht ist es ganz gut, daß das Höhenhaus noch nicht gebaut ist, wenigstens, wie vorgesehen, auf dem Gipfel des Kalmits. Man soll-te nochmals eingehend prüfen, ob diese Stelle die richtige ist. Von einem Gipfel soll man möglichst nah allen Seiten freie Aussicht haben. Mit dem Hö-henhaus aber und seinen Nebengebäuden und den nötigen Einzäunungen wäre doch ein großer Teil der Aussicht verbaut, spätere Erweiterungen wären nicht gut möglich, zumal die verfügbare Fläche nicht sehr große ist. Auch bei oder in-mitten trinkender Menschen, die Natur genießen, ist nicht immer jedermanns Sache. Dabei kann man auf der Kalmitspitze selten im Freien sitzen. Immer wehen starke Winde und herrschen rauhe Winde und Wetter von Nord-Osten hervor. Man ist also gezwungen, in den abgeschlossenen Innenräumen des Höhenhauses zu rasten, wo die Aussicht immer sehr beschränkt bleibt. Auch vom bautechnischen Standpunkte bestehen Bedenken gegen den Bau auf der Spitze des Berges. Die schlechten Erfahrungen, die man inzwischen mit dem neuerbauten Aussichtsrum gemacht hat, sollte man nicht außer Acht lassen. Und es ist auch nicht Zu-fall, das man sonst in der Welt solch Gaststätten wie z.B. im Riesengebirge die Bauten in den Alpen die Hütten, selten auf Bergspitzen, meistens an ge-schätzten(!) Stellen unterhalb der Bergspitzen aufgebaut hat. Nun git es 7 Minuten vom Kalmitgipfel entfernt, am Südabhang des kleinen Kal-mitberges, da, wo der Hambacher Weg die Schneise nach dem Felsenmeer schnei-det, ein für Rasthaus wie geschaffener Platz. Nach Norden und Osten ge-schätzt, im flachen Gelände, nach Süden, Westen und Südosten schöne Aussicht, ein an den Berg sich anschmiegender, eingeschoßiger Rundbau mit Glasveranda davor terrassenförmige Abstufungen mit Tischen und Stühlen, um im Freien zu sitzen, das würde ich als die beste Lösung für die Anlage des Höhenhauses ansehen. Meines Erachtens wird der Bau und Betrieb eines Höhenhauses auf dem Kalmit-massiv immer ein gutes Geschäft sein. Die Gemeindeverwaltung war also mehr als entgegenkommend, wenn sie, wie es in den Vertragsentwurf vorgesehen war, dem Pfälzerwaldverein ohne finanziellen Nutzen für die Gemeinde auf fast zwei Menschenalter hinaus den Wirtschaftsbetrieb auf dem Kalmit überlassen wollte. Nun baut sie aber die Straße, mit deren Fertigstellung sich der Verkehr auf der Kalmithöhe erheblich steigern wird. Es ist deshalb nicht ehr als recht und billig, daß sich die Gemeinde bei einem zukünftigen Konzessionsvertrag durch Pachtgebühren oder Gewinnbeteiligung Einnahmen aus dem Unternehmen si-chert. Damit soll aber nicht gesagt sein, daß die Gemeinde das Höhenhaus selbst baut, auch nicht, daß sie es ganz oder zum Teil finanziert. Die Maikammerer sind stolz auf ihren Kalmitberg. Aus diesem Empfinden heraus erklärt sich auch, daß sie trotz der schweren Zeit die Straße auf den Berg bauen und daß in der Gemeinde das Interesse für den Fortschritt des Baues allgemein ist. Er erklärt sich aber auch der erhebliche Widerstand innerhalb der Bürgerschaft dagegen, daß einen außerhalb der Gemeinde stehenden Verein das Verfügungsrecht über den Gipfel des Berges auf fast zwei Menschenalter hinaus abgetreten werden soll, noch mehr ihre Befürchtung, daß die Abtretung eine dauernde werden könnte. Daß sich die Gemeindeverwaltung daraufhin jeden Vertrag genau ansieht und prüfen läßt, und nicht übereilt handelt, kann man ihr nicht verargen, aber bei beiderseitigem guten Willen wird sich auch eine Einigung mit dem Pfälzerwaldverein herbeiführen lassen. Man soll nur nicht viel schreiben oder gar den Verägerten(!) spielen, sondern sich zusammenset-zen, miteinander reden und das, was der andere nötig hat, verstehen wollen. Das Höhenhaus auf dem Kalmitmassiv und die Straße zum Gipfel sind Erforder-nisse der Zeit, und so werden sich auch die Mittel und Wege finden, beide Projekte zu verwirklichen, allseitiger guter Wille vorausgesetzt.

[Nr. 246 v. 22.10.1931, Seite 4] —————————

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